Nachtrag zu „Türen öffnen Gerechtigkeit leben“ in Wittenberg

Mo 28. August 2017

Damit Diakonie vor Ort während des Reformationssommers in Wittenberg präsent ist, hatte Diakonie Deutschland den Aufruf an ihre Einrichtungen gegeben, bemalte Türen zum Thema Gerechtigkeit einzusenden – mit dem Ergebnis, dass 200 Türen eingetroffen sind. 60 sind im „Türenhaus“ verbaut worden. Schwester Ilse Lorenz war eine Woche vor Ort.

Gottes Gerechtigkeit ist eine andere als wir sie im Alltag erleben. Als Menschen, die von Gottes Gerechtigkeit wissen, leben wir aus dieser Gewissheit und begleiten Menschen in ihren vielschichtigen Notlagen. Ulrich Lilie, Präsident von Diakonie Deutschland, schreibt dazu: „Mitarbeitende der Diakonie öffnen heute tagtäglich Türen und üben mit Patienten und Bewohnerinnen, Hilfesuchenden und Gästen neue Formen gerechteren Zusammenlebens ein (….). Die Türen, die sie gestaltet haben, erzählen von diesem Engagement. Sie zeigen auch, wo die Realität noch hinter den Hoffnungen und Erwartungen zurück bleibt.“

Für das „Türenhaus“ suchte Diakonie Deutschland Freiwillige, die sich für eine Woche vor Ort an der Betreuung beteiligen. Ich war Anfang Juni für eine Woche dort und nahm Quartier in einer bereitgestellten Ferienwohnung neben der “Hundertwasserschule“. Der Zeitrahmen im „Türenhaus“ läuft jeweils von Mittwoch bis Montag zwischen 10 und 18 Uhr. Ständig anwesend sind zwei junge Frauen als Volontäre: Lilly aus Ghana und Acelya aus Rheinland-Pfalz. Mit Acelya habe ich mich in den vielen Stunden in unserem offenen Haus über Gott und die Welt ausgetauscht – das war sehr anregend. Lilly hat dieser Einsatz sehr viel Umstellung abverlangt. Darum war sie recht still, aber durchaus zugänglich.

In diesem Sommer bedeutet Anwesenheit bei den Türen: Hitze, Kälte und Nässe aushalten, im Extremfall Schutz suchen im gegenüberliegenden Bugenhagenhaus. Ich war über das Wochenende dort mit dem Stadtevent „Luthers Hochzeit“. Teilweise hatten wir sehr wenig Besucher, die meist lieber in eigenen Gedanken die Türen betrachteten.
Mit anderen gab es diesen oder jenen Austausch. Ab Donnerstag/Freitag wurden um uns herum Buden, Bühne, ein kleines Kettenkarussell aufgebaut – wir bekamen Nachbarschaft, die sich alljährlich an gleicher Stelle engagiert. Freitag wurde es voll und lebhaft. Am Wochenende schließlich hatten wir einen regelrechten Drehtüreffekt in unseren drei Etagen. Meist ging es darum, einmal von oben hinunter zu gucken. Einige unserer Wittenberger Diakonieschwestern besuchten uns, und an einem Abend trafen wir uns bei Schwester Marianne Bäsler. Nebenher konnte ich in der Mittagszeit die Orte des Reformationssommers besuchen. Unsere Volontäre sind noch bis 10. September vor Ort.


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