Glossar


Arbeitsfelder

Einsatzorte der Diakonieschwestern und Schwestern/Pfleger im Evangelischen Diakonieverein, in denen sie im Rahmen eines Gestellungsvertrags arbeiten.


Bezirk

Da der Evangelische Diakonieverein überregional in ganz Deutschland arbeitet, bedarf es regionaler Zentren. Dies entspricht auch der historisch gewachsenen dezentralen Struktur der Schwesternschaft. Zentrum eines Bezirkes ist meist ein größeres Krankenhaus, in dem in der Regel die „Bezirksoberin“ als Pflegedirektorin tätig ist. Zum Bezirk gehören aber auch die weiteren Einsatzorte des Evangelischen Diakonievereins in dieser Region (z.B. weitere Krankenhäuser, Senioreneinrichtungen, ambulante Pflege etc.) sowie die dort lebenden Diakonieschwestern. Im Bezirk können z.B. leichter Kontakte gepflegt und Treffen organisiert werden, als das in der großen Gesamtschwesternschaft möglich ist.


Bezirksschwesternrat

Gewähltes Vertretungsgremium der Diakonieschwestern (bzw. Schwestern / Pfleger im Evangelischen Diakonieverein) des jeweiligen Bezirks. Im Bezirksschwesternrat sind nach prozentualen Regeln alle Gruppierungen (wie Auszubildende, berufstätige Schwestern/Pfleger, pensionierte Diakonieschwestern) vertreten. Hier werden wichtige Dinge des schwesternschaftlichen Lebens vor Ort, aber auch Fragen der Schwesternschaft insgesamt beraten. Der personelle Ausschuss des Bezirksschwesternrates fungiert für die Diakonieschwestern/Schwestern und Pfleger im Evangelischen Diakonieverein auch im Sinne einer Mitarbeitervertretung.
Einmal im Jahr treffen sich Vertreterinnen der einzelnen Bezirksschwesternräte in Berlin zum „Gesamtschwesternrat“.


Diakonie

Diakonie bedeutet Dienst am Menschen im Auftrag und nach dem Vorbild Jesu Christi. Somit gehören hier Glaube und tätige Nächstenliebe zusammen. Beruflich vollzieht sich dies z. B. in Pflegeberufen, Sozialarbeit, pädagogischer Tätigkeit, aber auch in vielen anderen Diensten, die Menschen Zuwendung, Unterstützung und Förderung zukommen lassen.


Diakonieseminar

Diakonieseminare sind die Ausbildungsstätten (Kranken- und Kinderkrankenpflegeschulen, Altenpflegeschule) des Evangelischen Diakonievereins. Staatlich geregelte Berufsausbildung ist kombiniert mit zusätzlichen diakonischen und geistlichen Angeboten.


Einsegnung

Einsegnung beinhaltet zweierlei: Beauftragung zum diakonischen Dienst und Zuspruch des Segens Gottes für diesen Dienst. In der Schwesternschaft des Evangelischen Diakonievereins erfolgt die Einsegnung in das „kirchliche Amt der Diakonie“, nachdem die Schwester zuvor über Jahre in diesen Dienst hineingewachsen ist und in dieser Zeit eine Reihe bestimmter (Fortbildungs-) Kurse zu diakonischen, theologischen und schwesternschaftlichen Themen besucht hat. Die Einsegnung beinhaltet keine lebenslange Bindung an die Schwesternschaft, jedoch die persönliche Verpflichtung zu diakonischem Handeln im Auftrag Jesu Christi, was in unterschiedlicher Art und unterschiedlichem Kontext verwirklicht werden kann. Darin weiß sie sich von Gott getragen, was ihr durch den Zuspruch des Segens erfahrbar vermittelt wird.


Gesamtschwesternrat

Einmal im Jahr treffen sich Vertreterinnen der einzelnen Bezirksschwesternräte in Berlin zum „Gesamtschwesternrat“. Er ist ein wichtiges Beratungsgremium, das Anregungen und Ergebnisse aus den Bezirksschwesternräten bündelt, Impulse in die Bezirke gibt, in Zusammenarbeit mit Vorstand und Oberinnenkonferenz grundlegende Entscheidungen berät sowie den Schwesterntag vorbereitet.


Gestellungsvertrag

Der Evangelische Diakonieverein hat Verträge geschlossen mit zahlreichen Einrichtungen des Gesundheitswesens (Krankenhäuser, Seniorenheime, Sozialstationen etc.). Über diese Verträge werden Diakonieschwestern bzw. Schwestern und Pfleger des Evangelischen Diakonievereins tätig. Sie haben in diesem Fall also keinen eigenen Vertrag mit der jeweiligen Einrichtung. Das hat für sie den Vorteil, dass sie im Laufe ihrer Berufstätigkeit Einrichtungen und Orte wechseln können (z.B. um neue Erfahrungen zu sammeln und sich beruflich weiter zu entwickeln), ohne den Arbeitgeber wechseln zu müssen. Außerdem werden sie von der Schwesternschaft in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt. Für die Einrichtungen bietet sich dadurch ein (zusätzlicher) Weg, fachlich und diakonisch qualifizierte Pflegefachkräfte zu bekommen sowie die Möglichkeit, Fort- und Weiterbildungsangebote des Diakonischen Bildungszentrums zu nutzen.


Heimathaus

Das Heimathaus ist die Zentrale des Evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf e.V. und befindet sich – wie aus dem Namen hervorgeht – in Berlin-Zehlendorf. Hier ist nicht nur die Verwaltung des Diakonievereins, sondern es ist vor allem auch Begegnungsstätte für die Schwesternschaft. Auf dem Gelände hat außer dem Heimathaus das Diakonische Bildungszentrum seinen Sitz. Auch laden dort unsere Gästezimmer und Tagungsräume zum Besuch ein. Verschiedene Wohnhäuser für aktive und pensionierte Schwestern vervollständigen das Ganze.


Oberin

Titel für eine leitende Position innerhalb der Schwesternschaft. Unsere Schwesternschaft ist regional in Bezirke eingeteilt; jedem dieser Bezirke steht eine Oberin vor, die in der Regel gleichzeitig Pflegedirektorin eines größeren Krankenhauses ist. Die Gesamtleitung der Schwesternschaft bzw. des Evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf hat die „Vorstandsoberin“ gemeinsam mit dem kaufmännischen Vorstand inne.


Orientierungszeit

Es ist die erste Zeit (Dauer mindestens ein Jahr) nach Abschluss der Ausbildung. Während der Ausbildung richtete sich die Konzentration auf das Erlernen der beruflichen Kompetenzen. Die nun folgende Zeit dient der Festigung dieser Kompetenzen und der „Orientierung“ in Schwesternschaft / Evangelischem Diakonieverein und Beruf. In dieser Zeit sind die Schwestern und Pfleger zu zwei diakonischen Kursen ins Heimathaus eingeladen.


Schwesternschaft

Gemeinschaft von Frauen, die sich auf der Grundlage ihres christlichen Glaubens der Diakonie, also dem Dienst am Menschen widmen. Durch die Gemeinschaft erleben sie gegenseitige Stärkung in ihrem Dienst, ihr Glaube ist ihnen die Richtschnur ihres Tuns. Untereinander betrachten sie sich als „Schwestern“, die – wie Geschwister – trotz aller Unterschiedlichkeit im Wesen und in ihren Lebenswegen doch um ihre Zusammengehörigkeit wissen und sich in schwierigen Situationen gegenseitig unterstützen.


Schwesterntag

Der Schwesterntag, zu dem alle Schwestern und Pfleger im Evangelischen Diakonieverein eingeladen sind, findet mindestens einmal jährlich in Berlin statt. Er ist gleichzeitig Beschlussgremium der Schwesternschaft, ein Forum des Informationsaustausches und fröhliches Begegnungsfest.


Van-Delden-Haus

Eines der Gebäude auf dem Gelände des Evangelischen Diakonievereins in Berlin-Zehlendorf. Erbaut wurde es 1898/1899 als erstes Heimathaus der Schwesternschaft. Später erhielt es seinen Namen nach der ersten Oberin im Evangelischen Diakonieverein, Anna Margarethe van Delden. Heute ist es Gäste- und Tagungshaus des Evangelischen Diakonievereins und Sitz des Diakonischen Bildungszentrums (DBZ).


Vereinspfarrer

Pfarrer des Evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf e.V.


Unser Leitbild

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Gestellungsvertrag


Der Evangelische Diakonieverein hat Verträge geschlossen mit zahlreichen Einrichtungen des Gesundheitswesens (Krankenhäuser, Seniorenheime, Sozialstationen etc.). Über diese Verträge werden Diakonieschwestern bzw. Schwestern und Pfleger des Evangelischen Diakonievereins tätig. Sie haben in diesem Fall also keinen eigenen Vertrag mit der jeweiligen Einrichtung. Das hat für sie den Vorteil, dass sie im Laufe ihrer Berufstätigkeit Einrichtungen und Orte wechseln können (z.B. um neue Erfahrungen zu sammeln und sich beruflich weiter zu entwickeln), ohne den Arbeitgeber wechseln zu müssen. Außerdem werden sie von der Schwesternschaft in ihrer beruflichen Entwicklung unterstützt. Für die Einrichtungen bietet sich dadurch ein (zusätzlicher) Weg, fachlich und diakonisch qualifizierte Pflegefachkräfte zu bekommen sowie die Möglichkeit, Fort- und Weiterbildungsangebote des Diakonischen Bildungszentrums zu nutzen.

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