Aus den Flüchtlingseinrichtungen...

Mo 18. Januar 2016

Wir benötigen dringend Winterkleidung für die Menschen in unseren beiden Neuköllner Notunterkünften.

Wir möchten Sie teilhaben lassen. Lesen Sie hier kurze Berichte über den Alltag in den drei Flüchtlingsunterkünften, die der Evangelische Diakonieverein in Berlin betreibt.

Montag; 18. Januar: Wir brauchen dringend Sachspenden

Die nächsten Tage und Wochen bleibt es kalt und frostig. Um bei Temperaturen unter null nicht zu frieren, sobald man das Gebäude verlässt, brauchen die uns anvertrauten Menschen in den beiden Neuköllner Notunterkünften dringend Winterbekleidung. Besonders nachgefragt sind für Kinder, Männer und Frauen:

  • Wintermäntel
  • warme Socken
    (Kleidung bitte unbedingt gewaschen)
  • Winterschuhe
  • Unterwäsche (unbenutzt oder neu)

In beiden Unterkünften sind auch Kleinkinder und Babys untergebracht. Daher werden zudem Kinderwagen und Buggys dringend gebraucht.

Bitte geben Sie Ihre Sachspenden direkt in den beiden Notunterkünften in Neukölln: Turnhalle Buckower Damm 282 bzw. Sporthalle am Campus am Efeuweg 28 ab.

In der Notunterkunft am Buckower Damm werden außerdem Koffer und große Taschen benötigt, sodass die Menschen Ihre Habseligkeiten verstauen und transportieren können.

Weitere Sachspenden
Alle anderen Sachspenden, die für unsere Notunterkunft am Efeuweg 28 bestimmt sind, nimmt aufgrund der begrenzten Lagerkapazitäten die Evangelische Dreieinigkeitskirchengemeinde entgegen:

Evangelische Dreieinigkeitskirchengemeinde
Lipschitzallee 7 | 12351 Berlin

Ansprechpartnerin:
Pfarrerin Nora Rämer | Telefon: 0163 84 14 664

Danke für Ihre Hilfe!

Wenn Sie online Geld spenden möchten…


Dienstag; 22. Dezember

Aus der Notunterkunft Buckower Damm in Neukölln

Es sind nur noch 2 Tage bis Weihnachten – die Spendenbereitschaft ist groß und auch die Bereitschaft ehrenamtlich zu helfen – sei es als Arzt oder als helfende Hand vor Ort. Regelmäßig fahren PKWs vor die Halle, um Sachspenden direkt vor Ort abzugeben. Die Kleiderkammer in der Notunterkunft ist verhältnismäßig gut gefüllt – nach Größen sortiert finden sich dort Mäntel, Schuhe, Kindersachen, Winterbekleidung. Auch Windeln, Shampoo und sonstige Hygieneartikel werden an die Flüchtlinge ausgegeben. Drei Mal am Tag werden Sie mit Mahlzeiten versorgt.

Auch Schulklassen aus der Nachbarschaft und der Sportverein Stern-Britz 1895 e.V. bringen sich ein – als ich vor Ort bin ist gerade eine Schulklasse dort, um den Kindern Schokoladennikoläuse und kleine Weihnachtsgeschenke vorbeizubringen. Der verantwortliche Einrichtungsleiter Philipp Fischer weiß zu erzählen, dass es gerade in einem Bezirk wie Neukölln – traditionell geprägt durch Zuwanderung – großes Verständnis und großes Engagement für die Geflüchteten gibt.

Es ist ruhig. Wirft man einen Blick von der Galerie hinunter in die Sporthalle sieht man einfache Holzbetten zum Teil zusammengestellt und mit Bettlaken verhüllt, um ein wenig Privatsphäre zu ermöglichen. Zwei junge Männer spielen in der Halle Federball. Einige liegen im Bett, haben sich die Decke über den Kopf gezogen oder unterhalten sich ruhig. Im Obergeschoss sind Frauen mit Ihren Kindern und Familien untergebracht. Auch hier stehen die Doppelstockbetten wie kleine Inseln zusammen und sind zum Sichtschutz verhangen. Derzeit sind dort 30 Frauen – davon 2 Hochschwangere und 45 Kinder zwischen 0-17 Jahren untergebracht. Dafür ist es erstaunlich ruhig.

Insgesamt sind 190 Menschen in der Doppelstockhalle am Buckower Damm untergebracht – der größte Teil sind junge allein reisende Männer, im Durchschnitt 20 Jahre alt. Die meisten Menschen kommen aus den Kriegsgebieten Syrien und Afghanistan. Für etwa 220 Menschen bietet die Sporthalle Platz. Das Mitarbeiterteam ist engagiert und freundlich, ein Sicherheitsdienst unterstützt die Mitarbeiter*innen, falls es doch mal zu Auseinandersetzungen kommt.

Obwohl das Nötigste durch viele Sachspenden vorhanden scheint, fehlen der Einrichtung und ihren Bewohnern doch zahlreiche grundsätzliche Güter und Hilfsmittel. Hygieneartikel für den täglichen Bedarf (Shampoo, Duschgel, Cremes, Babywindeln, Einwegrasierer etc.) sind trotz der Spenden ständig knapp.

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Die Versorgung mit verschreibungspflichtigen Medikamenten ist ebenfalls schwierig. Zwar kommen regelmäßig ehrenamtliche Ärzte in die Notunterkunft, jedoch mangelt es häufig an ausreichend Medikamenten, denn die sind teuer und können nicht privat oder als Sachspenden abgegeben werden. Gebraucht werden aber auch Übersetzer die Farsi, afghanisch oder serbisch sprechen.

Neben der fehlenden Privatsphäre ist vor allem der Zeitvertreib ein Problem vor Ort. Zwar haben alle dort untergebrachten Menschen ein Bändchen, was Ihnen die kostenlose Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln ermöglicht – aber Berlin ist groß und fremd und ohne Geld in der Tasche ist es nicht gerade motivierend, an den bunten Schaufenstern entlang zu spazieren. Um den Kindern den Schulbesuch oder Kitabesuch zu ermöglichen, fehlt bei vielen noch eine gesundheitliche Untersuchung. Ausreichend Kitas und Schulen gibt es in der Nachbarschaft und auch die Bereitschaft die Kinder dort aufzunehmen.

*Ein Bericht von Melanie Wagner (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Evangelischen Diakonievereins)*


Dienstag; 15. Dezember

Aus der Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreußendamm

Für die Kinder in der Gemeinschaftsunterkunft im Ostpreußendamm hat Cornelia Seibeld, Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, zusammen mit ihren MitarbeiterInnen eine tolle Weihnachtsüberraschung!

Dafür hat die CDU-Politikerin zu einer Geschenkesammlung aufgerufen. Diesem Aufruf waren in den vergangenen Wochen Kitas, Schulen, Vereine, Kirchengemeinden und ganz viele engagierte Privatpersonen gefolgt. Es wurden Bunt- und Filzstifte, Puppen und Spielfiguren, Mäppchen, Kartenspiele, Zirkel und Lineale, Hefte und Blöcke, Kinderknete und Malkreide, Dominosteine und Geschicklichkeitsspiele, Mützen und Schals, Taschenlampen und Taschenrechner, auch Selbstgebasteltes und dazu manch handgeschriebener Gruß an ein unbekanntes Kind zusammengetragen.

Zu Weihnachten werden die Geschenke an die kleinen Bewohner überreicht, vorab brachte das „Geschenke-Team-Seibeld“ die schönen Dinge in die Gemeinschaftsunterkunft. Wolfgang Keller, Leiter der Einrichtung im Ostpreußendamm, freute sich über 80 Päckchen und Tüten mit Geschenken für Kinder aller Altersgruppen. An Weihnachten wird es im Hause eine Bescherung geben, neugierige und leuchtende Kinderaugen und an der Autoscheibe plattgedrückte Nasen gab es bereits bei der Übergabe.

Wir bedanken uns bei Frau Seibeld und ihrem Team sowie den vielen, vielen Unterstützern und Engagierten.


Mittwoch; 23. September

Aus der Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreußendamm

Die 100 Personen können zunächst in der Gemeinschaftsunterkunft bleiben und werden nicht an weitere Einrichtungen verteilt. Die Stimmung in den beiden Häusern ist sehr gut und es ist ein echtes Miteinander. Seit Anfang der Woche hat das Evangelische Diakonissenhaus Teltow die Versorgung übernommen.

Montag; 22. September

Aus der Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreußendamm

Das Wochenende in der Gemeinschaftsunterkunft ist ruhig verlaufen. Schwester Heike Erpel vom Evangelischen Diakonieverein hat die hauswirtschaftliche Versorgung und Essensverteilung übernommen. In der Früh sind die BewohnerInnen wieder zur LAGeSo gefahren, um sich registrieren zu lassen.

Freitag; 18. September

Aus der Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreußendamm

Am Freitagnachmittag kam der Anruf, dass in Kürze ein Bus mit 100 Flüchtlingen kommen wird. Darauf konnten Geschäftsführung und Team nicht eingestellt sein, aber es gab keine Zeit zum Zögern. Die 100 Flüchtlinge warteten zuvor noch mit vielen anderen vor dem LAGeSo auf eine Registrierung und eine Überleitung in eine Notunterkunft. Als klar wurde, dass der „reguläre“ Weg am Freitag nicht mehr einzuhalten war, musste “Plan B” her. Also wurden die Wartenden zu verschiedenen Einrichtungen gefahren.

„Es musste alles schnell gehen. Wir sind ja als Gemeinschaftsunterkunft nicht auf Personen eingestellt, die eine Vollverpflegung benötigen“, so Gisela Netzeband, Geschäftsführerin.

Eine warme Mahlzeit für den Abend, das Frühstück für den nächsten Morgen, genug zu Trinken und vielleicht auch noch für den einen oder anderen neue Kleidung, das waren die vordringlichsten Themen, nachdem das Team des OPD den Neuankömmlingen die Zimmer zugewiesen hatte.

Also nahm Frau Netzeband ihren Van, fuhr zu zwei Lebensmittelläden in der Nähe und kaufte dort erst mal die Paletten mit Wasser leer. Vollbeladen war noch das Abendbrot zu klären. Einhundert Essen in zweieinhalb Stunden. Zusammen mit dem Einrichtungsleiter Herrn Keller fuhr sie den Ostpreußendamm entlang, schon vor Stunden hatte sie mit verschiedenen Caterern gesprochen, aber der Vorlauf für eine Rund-um-Versorgung war für die jetzige Situation zu lang.

Am Ostpreußendamm 120a, sahen sie »Kashmir«, ein indisches Restaurant. Herr Keller schlug vor: „Wir gehen da jetzt rein und fragen.“ Ein freundliches „Guten Abend!“, die Erklärung der Situation, ein Gespräch mit dem Küchenchef, eine Viertelstunde später stand fest: Kashmir liefert für das Wochenende das Essen.

Die MILaa gGmbH bedankt sich bei dem Team des OPD, den freiwilligen HelferInnen des Evangelischen Diakonievereins und den vielen anderen, die in dieser speziellen Situation so beherzt die Situation angegangen sind.

Donnerstag; 10. September

Gutes hören und Gutes tun

Viel Beifall und 500 Euro Spende für die Flüchtlingsarbeit. Der Einladung zum Konzert von Jonathan Rohrer (Klavier) und seine Duopartnerin Regina Weber (Klarinette) im Heimathaus des Evangelischen Diakonievereins folgten rund 55 Personen. Neben dem musikalischen Erlebnis kamen zudem über 500 Euro zusammen, die für die Flüchtlingsarbeit eingesetzt werden.

Dienstag, 08. September

Aus der Gemeinschaftsunterkunft am Ostpreußendamm

Die Schlüsselübergabe für Haus 2 hat stattgefunden. Die Gemeinschaftsunterkunft bietet nun Platz für 300 Menschen.


Gemeinsam helfen

Um die Flüchtlinge unterstützen zu können, um gemeinschaftliche Aktivitäten organisieren, um Unterrichtsmaterialien für Deutschkurse, um Sprachmittler bei Arzt-Besuchen, um besondere Ausstattungsgegenstände für die Unterkünfte etc. finanzieren zu können, benötigen wir dringend Spenden! *Hier können Sie auf unserer Webseite direkt, schnell und sicher online spenden…*


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