Türen öffnen. Gerechtigkeit leben.

Di 6. Dezember 2016

11 angehende Kinderkrankenschwestern des Diakonievereins haben sich im Rahmen einer Kampagne von Diakonie Deutschland dem Thema „Gerechtigkeit“ genähert und eine Tür gestaltet.

Eine Kampagne anläßlich des Reformationsjahres 2017

Der Evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e.V. hat zusammen mit 11 angehenden Kinderkrankenschwestern aus Oldenburg im Rahmen des Schülerinnentages zwei Türen der Gerechtigkeit gestaltet.

Diese Aktion fand im Rahmen der Kampagne „Türen öffnen. Gerechtigkeit leben“ statt, die die Diakonie Deutschland anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 ins Leben gerufen hat. Diakonische Einrichtungen aus dem gesamten Bundesgebiet konnten sich an dieser Kampagne mit einer gestalteten Tür beteiligen. Die Türen werden als Botschafter im Internet unter www.diakonie2017.de, in regionalen Ausstellungen oder zur Weltausstellung der Reformation 2017 in Wittenberg einer breiten Öffentlichkeit präsentiert. Ziel ist es, das Thema Gerechtigkeit aus diakonischer Perspektive vielschichtig darzustellen, Zeichen zu setzten, Fragen aufzuwerfen, zu bewegen.

Entstanden sind eine digitale Tür mithilfe des „Türgenerators“ mit der Botschaft „Verbesserungspotential“ und eine Tür mit der Botschaft „Erweitere Deinen Horizont“, die unsere Schülerinnen mit Farbe, Kleber und viel Handarbeit geschaffen haben.

Zur digitalen Tür “Verbesserungspotenzial”

Interpretation der Tür „Verbesserungspotenzial“: Gerechtigkeit in der heutigen Zeit – Ist das überhaupt möglich? Durch die Medien werden wir täglich mit Ungerechtigkeit konfrontiert und stumpfen ab. Es ist uns wichtig, dass die Menschen wieder sensibilisiert werden und sich aktiv für eine Welt mit mehr Gerechtigkeit einsetzen. Mit unserer Tür wollen wir zwei Seiten widerspiegeln. Auf der unteren Türhälfte die Dinge, die die Welt gerechter machen. Einige Begriffe stehen für Veränderungen, andere für bereits funktionierende Mechanismen. Auf der oberen Türhälfte wird die negative Seite der Welt dargestellt. Unschuldige Menschen müssen leiden. Veränderungen sind nicht in Sicht. Daher sind die unten platzierten Worte hell und fröhlich, während die oben genannten Worte dunkel und trist sind. Die Wörter, die wir mit Gerechtigkeit verbinden wurden bewusst unten aufgenommen, da wir in der glücklichen Lage sind, in einem Land aufgewachsen zu sein, in dem die Gerechtigkeit in großem Maße vom Staat und im Miteinander gefördert wird. Da Gerechtigkeit aber nichts Selbstverständliches ist und es noch viele Baustellen gibt, möchten wir mit unserer Tür den Fokus darauf legen und zum Nachdenken anregen.

Zur Tür “Erweitere Deinen Horizont”

Interpretation der Tür „Erweitere deinen Horizont“: Gerechtigkeit ist bunt, nicht geradlinig und auch nicht eckig – so vielfältig wie unsere Gesellschaft. Ein Herz als Symbol dafür, dass Gerechtigkeit mit dem Herzen sieht. Ein Wasserhahn als Symbol dafür, dass jeder Mensch auf der Welt den gleichen Anspruch auf Nahrung und sauberes Wasser haben sollte. Ein Gesetzesbuch mit Paragrafen als Symbol dafür, dass die uns bekannten Menschenrechte überall gelten sollten. Die Waage als übergeordnetes Symbol für Gerechtigkeit auf der Welt. Verschieden farbige Menschen als Symbol dafür, dass jeder, egal welcher Hautfarbe, Religion oder Herkunft gleich behandelt werden sollte. Verschiedene Tiere als Vorbild für eine gerechte Welt. Geldscheine und Münzen als Symbol für die Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich. Eine Schere als Symbol für eine auseinanderklaffende Gesellschaft. Leitern, die man hinauf oder herabsteigen kann als Symbol für den kommunikativen Austausch untereinander. Ein Transgender-Symbol dafür, dass Mann und Frau gleichberechtigt behandelt werden sollten. Die bunten Hände zeigen, dass alle Menschen gleich sind aber trotzdem jeder für sich einzigartig ist. Pflaster als verbindendes Element zwischen Arm und Reich. Eine Wortschlange „BildungGesundheitNahrung“ als drei wesentliche Dinge, die es gerecht zu verteilten gilt.

Mit all diesen Symbolen im Gepäck entstand auf der einen Türseite das Bildmotiv einer herzförmigen Welt mit Land-, Wasser- und Luftlebewesen sowie dem Transgender-Symbol für die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Unten die ausgleichende Waage, die auf der einen Seite Nahrung und sauberes Wasser abwiegt und auf der anderen Seite durch Paragrafen gefüttert wird, die das Einhalten der Menschenrechte gewährleisten sollen. Rund herum bunte Hände. Hände, die sich verbinden, trösten, helfen, halten und handeln können.

Auf der anderen Seite der Tür ist eine große Schere zu sehen, die die Unterschiede zwischen Arm und Reich verdeutlichen soll. Sie zeigt den ungerecht verteilten Zugang zu Bildung, Gesundheit und Nahrung. Die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer mehr auseinander. Wir Menschen sollten uns gegen ein weiteres Auseinanderklaffen mit aller Kraft stemmen. Dies kann mit einem kommunikativen Austausch – symbolisiert durch die Leitern – erfolgen. Die Reichen sollten die Armen unterstützen. Dafür stehen symbolisch die Pflaster, die beide Teile miteinander verbinden.

Ein gemeinsames und gleichzeitig verbindendes Element zwischen beiden Türseiten ist ein Fenster, das sich von beiden Seiten der Tür öffnen lässt. Es trägt die Botschaft „Erweitere Deinen Horizont!“. Unsere Aufforderung: Öffne dieses Fenster, diese Tür und schau hinaus in die Welt. Mach Dir ein eigenes Bild und schaue über den eigenen Tellerrand. Sei mutig und zuversichtlich – Erweitere Deinen Horizont für eine gerechtere Welt.


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