“Kirche ohne Diakonie verliert die Erde. Diakonie ohne Kirche verliert den Himmel.”
Diesen Gedanken des Sozialphsychiaters Prof. Dr. Dr. Klaus Dörner hörte ich vor einiger Zeit von einem Geschäftsführer eines diakonischen Werkes im Norden Deutschlands. Er beleuchtete in einem Vortrag die aus seiner Sicht mittlerweile eindeutig uneindeutige Sprache sowohl von Kirche als auch der Diakonie.
Beide gehören unbedingt zusammen und dürfen sich dabei gelassen ihrer Quelle – Jesus Christus – sicher sein. Das Bewusstsein dafür geht aber, so der Geschäftsführer, offenbar vor allem in weiten Teilen diakonischer Unternehmungen heute mehr und mehr verloren.
Doch Kirche und Diakonie bleiben nur dann in ihren Aktivitäten eindeutig auf einander bezogen und erkennbar, wenn die Quelle des Ganzen nicht verloren geht. Und im besten Fall bleibt dann vor allem die Diakonie mit ihren vielschichtigen Erscheinungsformen von Kita bis Altenpflegeheim auch von anderen sozial tätigen Unternehmen unterscheidbar. Ob Letzteres aber wirklich noch so ist, darf durchaus bezweifelt werden, denn das helfende Handeln ist schon lange nicht mehr das Alleinstellungsmerkmal christlicher Sozialaktivitäten. Die Frage nach dem eigenen Profil Eines kann aber als sicher festgehalten werden, diakonische Unternehmen haben heute mehr denn je ein Profilierungsproblem, denn seitdem der soziale Markt durch hochgradig professionalisierte andere Anbieter in den letzten Jahrzehnten gesättigt wurde, stehen alle Diakoniewerke mit ihren sozialen Angeboten in einer herausfordernden konkurrierenden Situation. Es geht hierbei nämlich um nicht weniger als die entscheidende Frage nach dem eigenen Profil.
Wodurch unterscheidet sich heute eine diakonische Einrichtung im sozialen Bereich von deren Mitbewerbern? Das ist die aktuelle Frage, die immer drängender wird. Die Diakonie-Denkschrift der EKD aus dem Jahre 1998 formuliert dazu folgende steile These: „Die Diakonie befindet sich mit anderen im Wettbewerb und bejaht ihn. Sie geht in den Wettbewerb mit einem klaren diakonischen Profil.“
Was aber ist genau dieses klare diakonische Profil?
Die Antworten darauf sind bis heute vielfältig und auch recht gegensätzlich. Bildet die Realität praktizierter diakonischer Unternehmungen deutschlandweit wirklich dieses theoretische Postulat der EKD-Denkschrift ab? Interessant ist dabei die Stimme des im letzten Jahr verstorbenen Pfarrers Johannes Degen. Er war Professor am Institut für Diakoniewissenschaften und Diakonie Management der Kirchlichen Hochschule Wuppertal/Bethel. Er kommt nicht umhin festzustellen, „wie sehr hinsichtlich der aktuellen Gegebenheiten in den Diensten der Diakonie, Wirklichkeit und Anspruch, Selbstbild und Fremdbild im Widerspruch zueinander stehen“.
Rückbindung an Jesus Christus
Wenn wir im Kompetenzzentrum Bildung über diese und ähnliche Fragestellungen nachdenken, um diakonische und pflegefachliche Bildungsangebote zu konzipieren, dann entdecken wir immer wieder die Vielfalt praktizierter Nächstenliebe, die aus der Rückbindung an Jesus Christus von Diakonieschwestern und Diakoniebrüdern in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern gelebt wird. Ein großer Reichtum an Zuwendung, Begleitung, Achtung und Gemeinschaft. Der Wunsch, eine explizit christlich-diakonische Haltung im Kontext des Sozial- und Gesundheitswesens zu leben, ist natürlich vorhanden und das nicht nur innerhalb unserer Diakonischen Gemeinschaft, sondern an vielen Orten und durch viele Menschen.
Wolfgang Huber schreibt: „Der ganze Mensch ist gemeint, das ist das Markenzeichen der Diakonie. Die Zuwendung zum Menschen ist das entscheidende Markenzeichen der Diakonie; es begründet ihre Existenzberechtigung und beschreibt ihre besondere Attraktivität im Wettbewerb der Anbieter.“ Was aber ist der „ganze Mensch“? Und ist die Zuwendung durch einen mitarbeitenden Kollegen beim DRK, der sich als gläubiger Christ versteht, nicht genau so zu verstehen, wie Wolfgang Huber es beschreibt? Und schon lange sind in vielen diakonischen Einrichtungen mehrheitlich Mitarbeitende ohne Konfession tätig, ist also eine Rückbindung an das Christliche nicht mehr selbstverständlich vorauszusetzen.
Breit aufgestellte Bildungsangebote
Dafür braucht es dann breit aufgestellte Bildungsangebote, die sichtbar machen, was in einer diakonischen Unternehmung gelten darf. Hier agieren wir seit 2018 im Kompetenzzentrum Bildung auf unterschiedlichen Wegen. Wir begleiten unsere Diakonieschwestern und Diakoniebrüder mit ästhetischen Bildungsmodulen, laden darüber hinaus alle Interessierten ein und begeben uns auch in andere sozialdiakonische Einrichtungen. Vor fünf Jahren hat sich dabei die Idee eines eigenständigen Bildungskonzeptes entwickelt, das Schwester Silke Rothert, damals pflegefachliche Leitung im Kompetenzzentrum Bildung, mit mir überlegte und wir ab 2019 mit fünf Modulen zur Umsetzung brachten. Schwester Gabriele Kuhnt, die gegenwärtig die pflegefachliche Leitung innehat und ich arbeiten gemeinsam an der inhaltlichen Ausrichtung sämtlicher Bildungsinhalte weiter, die wir im Kompetenzzentrum Bildung anbieten. Seit Februar 2022 ist das Bildungskonzept eine patentgeschützte Marke. Wir nennen es „Diakonische Präsenz. Stärken!“ Wer sich zum Beispiel für einen Beruf in der Pflege entscheidet, hat im besten Fall bereits eine Haltung, die durch den Wunsch getragen ist, für andere Menschen da zu sein, mit anderen Menschen zu leben. Diese Haltung ist der Ausgangspunkt für unsere Bildungsangebote. Wir wollen bestärken was ist, was bereits gelebt und verinnerlicht ist.
Das helfende Handeln speist sich dabei aus vielen Quellen. Diese nehmen wir mit unserem diakonischen Bildungskonzept in den Blick und laden die Teilnehmenden unserer Seminare dazu ein, sich auf eine innere Reise der Veränderung, der Erweiterung, der Begeisterung für den Menschen zu machen. Wir beleuchten dabei nicht nur allein die Aspekte diakonischer Haltung, sondern das Gemeinsame aller Menschen im Kontext von Empathie, Altruismus und Nächstenliebe, völlig unabhängig von ihrer Welt- und Menschensicht.
Was wir aus der Perspektive der Bildungsarbeit sehen können, das ist der Wunsch mancher diakonischen Unternehmen, ganz anders sein zu wollen als konfessionsfreie Sozialanbieter. Das ist durchaus berechtigt, doch er führt nicht selten auch zu einem Druck auf Mitarbeitende innerhalb diakonischer Einrichtungen. Vor allem dann, wenn diese Mitarbeitenden keine christliche Sozialisierung haben. Interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Gedanken der Diakonisse Marianne Oberin in der Ev. Stiftung Diakoniewerk Ruhr-Witten: „Wir machen es uns selbst nicht leicht. Hohe Erwartungen, weniger Geld, aber viel Tradition halten uns in Atem. Wir machen es auch anderen nicht leicht. Wir sind eben was Besonderes und wer dazugehören will, der muss sich schon abstrampeln.“
Diakonie in allen ihren Wirkungskreisen, ob im Kontext von Kirchengemeinden oder in diakonischen Werken mit Vereinsstruktur, wird bis heute umfangreich theologisch begründet, befragt und begleitet. Das ist richtig und gut so. Warum? Weil dadurch jede diakonische Unternehmung durch die Rückbindung an die Botschaft Gottes, wie sie durch Jesus Christus uns gegeben ist, die inhaltliche Orientierung behält. Es ist eindrücklich zu sehen, dass die Quelle aller diakonischen Verhaltensweisen sich im Neuen Testament vor allem in den Mahlfeiern widerspiegelt, an denen Jesus teilgenommen hat und von denen er erzählte (siehe das Große Festmahl, Lukas 14, 15 f). Provokant, irritierend, die vertrauten religiösen und gesellschaftlichen Sicherheiten infrage stellend, so können wir Jesus in den biblischen Geschichten des Neuen Testaments erleben, ob bei Zachäus, Maria und Martha oder der Hochzeitsfeier ohne ausreichend Wein. Das ist die diakonische Quelle für uns.
Wieviel Diakonie braucht der Mensch?
Diakonie hat heute ganz sicher nicht die Aufgabe, sich im besten Fall durchfinanziert einzurichten und wie der Wirt im Gleichnis vom barmherzigen Samariter nach getaner Arbeit nur die Rechnung zu stellen, sondern vielmehr im Getriebe der gegenwärtigen gesellschaftlichen Prozesse voller Unsicherheiten und Sorgen, zu stören, hinzuweisen und selbst Umstände zu verändern und zwar dort, wo Unrecht geschieht und der schwache Mensch ausgegrenzt wird. Es kann aus der Sicht Jesu nicht darum gehen, durch soziale Handlungen bestehendes Leid nur zu begleiten, sondern zu beenden.
Das größere Ziel
Die Tatsache, dass wir als Ev. Diakonieverein Berlin-Zehlendorf e. V. mit der milaa gGmbH in Zehlendorf eine Suppenküche betreiben, ist zum einen völlig richtig, weil bestehende Not direkt gelindert wird, doch zum anderen muss das größere Ziel sein, dass es dieses Angebot nicht mehr braucht, weil kein Mensch mehr auf der Straße lebend hungert, was in diesem unermesslich reichen Land ohnehin ein Skandal ist und bleibt. Jesus hat die bestehenden sozialen Missstände immer kritisch gesehen und sprach von einer Veränderung der Gesellschaft durch Veränderung der Geisteshaltung. Er sagt am Anfang seines Wirkens im weitesten Sinne: diakonischen Unternehmung daraufhin zu wirken, dass der gegenwärtige Lebenssinn dort hinterfragt wird, wo Leben Sinn verliert und die gesellschaftlichen und politischen Ordnungen der Welt eine solche gute Veränderung verhindert? Das Doppelgebot der Liebe (Matthäus 22,38f.) markiert dabei ultimativ die neutestamentliche Basis, so wie Jesus sie verstanden hat. Seine Perspektive wiederum beruht dabei auf dem Gebot der Nächstenliebe, wie es bereits im 3. Buch Mose, Kapitel 19,18 nachzulesen ist. Das ist dann also die Kernreferenz, auf die sich die Theologie im Blick auf Diakonie als Wesensmerkmal der Kirche bis heute grundsätzlich bezieht. Zugleich kann darin aber auch eine gewisse Engführung erkannt werden, denn es bedeutet, dass ausschließlich dieses religiöse Gebot zur Deutungshoheit diakonischen Handelns erhoben werden kann.
Nächstenliebe: Ein Geschenk
Gottes an alle Menschen Nächstenliebe ist aber schon lange kein Alleinstellungsmerkmal des Christlichen mehr. Nächstenliebe ist nach biblischer Sichtweise vielmehr ein Geschenk Gottes an alle Menschen. Es ist sozusagen die göttliche DNA des Menschen, der zum Mitleiden, Mitfühlen, also zur Empathie fähig ist. Quer durch alle Religionen ist das Gebot der Nächstenliebe ohnehin selbstverständlicher Bestandteil der jeweils eigenen religiösen Praxis. Das Doppelgebot der Liebe nur für diakonisches Handeln isoliert zu beanspruchen, greift also viel zu kurz und wird dem schöpfungstheologischen Ansatz der Bibel kaum gerecht. Gott befähigt nämlich alle Menschen dazu, Gutes tun zu können. Siehe dazu 1. Mose 1,31 und Psalm 8, 6. Die überkommene Gegensätzlichkeit von allgemeinmenschlich, also humanistisch dort und spezifisch-christlich hier, ist eine Begrenzung, die immer in der Gefahr steht, andere abzuwerten und zu disqualifizieren.
Wenn wir also mit einem weiten und offenen jesuanischen Geist des Göttlichen auf die heutige Lage der diakonischen Welt schauen, dann können wir uns leicht von einem einengenden, allein traditionellen christlich-kirchlichen Ethikansatz verabschieden, der immer in der Gefahr steht, als moralisierend daherzukommen. Es bedarf einer diakonischen Weite und Offenheit, die andere Sichtweisen nicht nur respektiert, sondern auch wertschätzt und dabei das Eigene, das genuin christliche Sein nicht verleugnet und somit auch verlieren könnte. Das Staunen über die Güte Hilfreich für eine erweiterte Grundlegung unserer Bildungsansätze und der beständigen Entwicklung der Bildungskonzeption „Diakonische Präsenz. Stärken!“ ist in diesem Zusammenhang schöpfungstheologischer Perspektive die Sichtweise des Theologen und Religionspädagogen Fulbert Steffensky. Er sagt: „Die pure Moral verlockt zu nichts, es fehlt ihr an Schönheit. Die Schönheit des Guten macht uns gut. Das Staunen über die Güte macht uns gütig.“
Hier finden wir berührende Gedankengänge, die das Menschsein sehr weiter fassen und sämtliche Bildungsaufgaben in unserem Kompetenzzentrum völlig neu verorten helfen. Steffensky bringt es sehr schön auf den Punkt, wenn er schreibt: „Wer gelernt hat, das Leben gut zu finden, der wird es auch gut behandeln. Zuerst ist man mit den Augen und dem Herzen gut, die die Güte des Lebens gelesen haben. Dann erst ist man mit den Händen gut, die das Leben der anderen schützen.“ Hier folgt Steffensky im Prinzip der Lebenseinstellung, wie sie Jesus selbst gelebt hat. Deshalb kann er nach diesem schönen Gedankengang auch zur folgenden feinen Erkenntnis gelangen, die selbst wie eine Antwort auf die Frage nach einer diakonischen Profilsuche klingt: „Der Mut zum Guten wächst also aus der langsamen und bedächtigen Fähigkeit des Lobens und Staunens.“ Wenn wir nun im 1. Johannesbrief, Kapitel 4, Vers 16 lesen, dass Gott selbst die Liebe ist, dann darf uns klar vor Augen stehen, wohin heute in der Frage des diakonischen Bildungsauftrags gedacht und entschieden werden sollte.
Es gilt, die menschliche Fähigkeit zu Liebe und Empathie in den Mittelpunkt zu rücken, denn sie ist nach christlicher Lesart ein Spiegel der Liebe Gottes.
So kann und muss schlussendlich jedes solidarische Handeln eines Menschen, ob Christ*in oder nicht, als Ausdruck der Liebe angesehen werden, die Gott allen Menschen durch die Schöpfung zugeeignet hat.
Die Quelle der eigenen diakonischen Haltung
Wenn wir also in diesem Geiste im Kompetenzzentrum Bildung diakonische und pflegefachliche Bildung für unsere Schwestern und Brüder in der Diakonischen Gemeinschaft Berlin-Zehlendorf und allen darüber hinaus interessierten Menschen anbieten, dann gehört dazu auch die Fähigkeit zu staunen, zu loben und sich der Schönheit und der Güte des Lebens im Geiste Jesu zu öffnen. Das kann die eigene sehr persönliche Motivation für das helfende Handeln im Privaten wie im Beruflichen stärken. Die Quelle der eigenen christlichen Haltung wird dabei in den Blick kommen können und die innere Menschwerdung sich weiter entwickeln dürfen. Es geht dabei um die Selbstdeutung der eigenen diakonischen Haltung und Nächstenliebe als prosozialem Handeln in der eigenen Profession.
Wer als Diakonieschwester oder Diakoniebruder in einem solchen diakonischen Bildungskontext bereit ist, sich selbst zu reflektieren, wird womöglich entdecken, dass unabhängig von geschäftsführenden Vorgaben im Krankenhaus der Geist immer vor dem Geld und die Empathie immer vor der Fallkostenpauschale kommen sollte. Das ist im besten Fall dann ein wesentlicher Teil der eigensinnigen diakonischen Haltung, die wir durch unser Bildungskonzept befördern möchten.
Einführung des Begriffs der Ästhetik in der Diakonischen Bildungsarbeit
Ausgehend von dem Gedanken über das Staunen und Loben, wie Fulbert Steffensky es über die Schönheit des Lebens ausdrückt, haben wir in unserer diakonischen Bildungsarbeit den Begriff der Ästhetik eingeführt. Ästhetische Bildungsmodule sprechen dabei nicht allein von der Schönheit in Kunst, Musik und Kultur, wie es heute im Allgemeinen verstanden wird. Der Begriff der Ästhetik im Kontext unserer diakonischen Bildungsarbeit geht vielmehr von der Lehre der Wahrnehmung dessen aus, was ist. Was wir denken, sehen, hören, fühlen und schmecken können. Was wir erleben und erkennen. Und das meint dann auch die ursprüngliche Bedeutung des griechischen Wortes „aísthesis“. Diese Sichtweise und Erkenntnis führt zu einer Wahrnehmung des Ganzen und leitet sich als philosophische Ästhetik von Aristoteles ab, der „aísthesis“ als eine umfassende Harmonielehre menschlichen Seins verstand. Mit unseren vielfältigen diakonischen und pflegefachlichen Bildungsangeboten
möchten wir nicht zuletzt auch mit dazu beitragen, dass diese Harmonie menschlichen Seins in der Verbindung mit christlicher Haltung zu gut begründeten ethischen Prinzipien führen kann, sowohl bei dem einzelnen Menschen als auch innerhalb eines diakonischen Werkes im Blick auf dessen Unternehmensphilosophie.
Vergewisserung des diakonischen Auftrags
Die unternehmerische Haltung einer diakonischen Einrichtung wird bei der Frage nach dem klaren diakonischen Profil nur dann mit diesem in Übereinstimmung sein können, wenn als erstes die Entscheidungsträger*innen dabei aus den Grundwerten christlich-diakonischer Traditionen vorbildhaft schöpfen, also einen transformationalen Führungsstil pflegen. So kann das eigene Tun immer offen und ehrlich befragt werden: Geht das wirklich in die richtige Richtung, was wir da tun? Brauchen wir das, was wir da vorhaben? Hilft es den Menschen?
Die Ziele einer solchen diakonischen Geisteshaltung werden dann unter anderem darin bestehen können, dass sich alle Beteiligten eines diakonischen Unternehmens des diakonischen Auftrags immer wieder konsequent vergewissern. So besteht dann auch die Möglichkeit miteinander, und zwar quer durch alle Ebenen einer diakonischen Einrichtung, auszuloten, wie fachlich und menschlich zusammengearbeitet werden soll. Dafür braucht es dann auch einen Prozess der Klärung, welche Bedingungen, Ressourcen und Strukturen dafür benötigt werden und was einer solchen diakonischen Arbeitsweise im Wege steht.
Wenn Sie sich nun fragen, was genau die Umsetzung des Bildungskonzepts „Diakonische Präsenz. Stärken!“ erfahrbar machen möchte, dann mag das folgendes Feedback einer Teilnehmerin am Ende meiner Spurensuche eine Antwort sein: „Alle Komponenten im Zusammenspiel stärken die Diakonische Präsenz der Teilnehmenden – aus meiner Sicht. Die eigene Grundhaltung wird bewusster und durch die erlernten Kompetenzen wird das eigene Auftreten gestärkt. So nimmt das Gegenüber die Schwestern und Brüder als authentisch wahr, weil sie im Einklang mit sich und ihrer diakonischen Haltung sind.“
Pfarrer Johannes Lehnert
Theologischer Leiter Kompetenzzentrum Bildung
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