Pflegefachliche Bildung verbunden mit diakonischer Bildung

Berufliche Fort- und Weiterbildung ist auf den Erwerb, die Vertiefung und Weiterentwicklung von Kompetenzen ausgerichtet. Sie bezieht sich auf Pflegesituationen mit besonderer Komplexität, auf spezifischen Pflegebedarf und auf besondere Funktionen im Bereich Pflegepädagogik, Management und Pflegewissenschaft. Berufliche Bildung in den Pflegeberufen ist als ein lebensbegleitender Prozess zu verstehen, der mit der Erstausbildung beginnt und sich über berufliche Weiterbildung als einen unverzichtbaren Bestandteil der eigenen Bildungsbiografie fortsetzt. Die verschiedenen pflegeberuflichen Handlungsfelder sind wichtige Lernorte und Erfahrungsräume, die eine individuelle Persönlichkeitsentwicklung und eine fachliche Weiterentwicklung ermöglichen und fördern.

Aktualisierte, erweiterte und vertiefte Kompetenzen sichern die Pflegequalität und tragen zum Erhalt von Lebensqualität, Autonomie und gesellschaftlicher Teilhabe der zu pflegenden Menschen bei. Fort- und Weiterbildung ist keineswegs eine ausschließliche Verpflichtung der professionell Pflegenden. Aus systemischer Sicht sind vielmehr die verschiedenen Akteur*innen und Institutionen wechselseitig voneinander abhängig und aufeinander angewiesen. Ein Engagement für Fort- und Weiterbildung ist gleichermaßen Verpflichtung auf gesellschaftlicher und institutioneller Ebene.

Konsequenzen der gesellschaftlichen Entwicklung

Die aktuelle gesellschaftliche Entwicklung hat Konsequenzen für den Auftrag der Profession Pflege. Hierzu gehören die Veränderung der Altersverteilung, die gewandelten Krankheitsspektren und die zunehmend komplexen und hoch spezifischen Versorgungs- und Pflegebedarfe verschiedener gesellschaftlicher Gruppen.
Daneben gehört die Begleitung in Krisen- und existenziell bedeutsamen Lebens- und Pflegesituationen zum Selbstverständnis und Auftrag der professionell Pflegenden.
Kompetenzerwerb und Kompetenzentwicklung bestimmen die aktuelle Pflegeausbildung; sie müssen sich dementsprechend in den Fort- und Weiterbildungen wiederfinden. Lernkompetenz und die Fähigkeit zum Wissenstransfer sowie zur Selbstreflexion sind entscheidende Voraussetzung für die Weiterentwicklung von Kompetenzen.

Konzeption von Weiterbildungen

In der Konzeption von Weiterbildungen ist die Anschlussfähigkeit und Durchlässigkeit zu weiteren Bildungsmaßnahmen auf dem gleichen oder höheren Qualifikationsniveau ebenfalls von hoher Bedeutung. Dies ist in der zunehmenden Modularisierung von Weiterbildungen zu erkennen. Durch Anerkennung und Anrechnung
von erworbenen Kompetenzen lassen sich individuelle Bildungswege so ggf. verkürzen.

Pflegefachliche Bildung verbunden mit diakonischer Bildung

Das Kompetenzzentrum Bildung des Evangelischen Diakonievereins hat seine Angebote stets an die aktuellen Erfordernisse angepasst. Wir haben bis heute immer wieder Schwerpunkte gesetzt und pflegefachliche Bildung mit diakonischer Bildung verbunden. Lebenslange Begleitung in Bildungsprozessen unserer Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft und der Mitarbeitenden unserer Kooperationspartner*innen ist unser Auftrag. Damit erfüllen wir auch § 2 Absatz 1 des Vereinszwecks des Evangelischen Diakonieverein: „Der Verein dient Hilfebedürftigen in allen Arbeitsbereichen der Pflege- und Gesundheitsversorgung, des Hebammenwesens sowie der heilpädagogischen und Sozialen Arbeit. Die Durchführung dieser Zwecke geschieht insbesondere durch Aus-, Fort und Weiterbildung.“

Schwester Gabriele Kuhnt
Pflegefachliche Leitung Kompetenzzentrum Bildung


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