Grußwort von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Dass wir bestmögliche Gesundheitsversorgung für jeden, jederzeit bereithalten, ist ein großes soziales Versprechen in unserer Gesellschaft, an dem Millionen Beschäftigte unseres Gesundheitswesens jeden Tag mitwirken. Wer mit Krankheit oder Pflegebedürftigkeit umgehen muss, braucht allerdings oft auch besonderen Halt. Für Pflegekräfte sind solche menschlichen Ausnahmesituationen Berufsalltag. Ich weiß aus vielen Gesprächen, dass es ein Alltag mit oft hoher und allzu oft zu hoher Arbeitsbelastung ist. Umso mehr bewundere ich, dass Pflegerinnen und Pfleger es trotzdem immer wieder schaffen, neben der Hilfe auch ein Stück menschliche Nähe zu vermitteln, dass es ihnen gelingt – trotz Routine und Hektik – den einzigartigen Menschen wahrzunehmen, der auch in einer Ausnahmesituation würdevoll und achtsam behandelt werden möchte.

Mir ist bewusst, dass der Halt für andere auch einem selbst gegeben sein muss, wenn dauernde Ausnahmesituationen nicht zu Überlastung und Flucht aus dem Beruf führen sollen. Gerade das macht wohl die starke Tradition der Schwesternschaft und ihre spirituelle Verbindung aus. Die Schwesternschaft des Evangelischen Diakonievereins ist mehr als ein berufliches Netzwerk. Es ist eine Verbindung, die gegenseitig trägt, die mit ihrer Orientierung am christlichen Menschenbild aber auch den Anspruch verknüpft, diese Kraft für andere einzusetzen. Es ist also nicht nur ein glücklicher Umstand, dass Hilfebedürftige in der Obhut der Diakonie-Einrichtungen einen besonderen Geist wahrnehmen können, es ist ein gemeinsames Leitbild, das bewusst auf alle Beschäftigten ausstrahlt. Das macht sie zu einer großen Bereicherung für unser Gesundheitswesen. Ich gratuliere sehr herzlich zum 125jährigen Jubiläum des Evangelischen Diakonievereins und danke allen, die diesen Anspruch täglich leben!

Mein politischer Anspruch ist, die Arbeitsbedingungen in der Pflege spürbar zu verbessern. Mit dem Pflegepersonalstärkungsgesetz sind wir dabei, erste Sofortmaßnahmen umzusetzen. Das ist notwendig, damit Raum für Menschlichkeit überhaupt da ist. Das ist aber auch notwendig, damit sich in einer alternden Gesellschaft in Zukunft noch mehr Menschen für diesen wertvollen Beruf entscheiden. Mit der neuen Ausbildungsoffensive haben wir uns in der Konzertierten Aktion Pflege – auch unterstützt von der Diakonie – ein konkretes Ziel gesetzt, die Ausbildungszahlen weiter zu steigern. Auch die veränderte Ausbildung ab dem kommenden Jahr wird den Beruf attraktiver machen. Vieles Weitere wollen wir gemeinsam bis Mitte des Jahres voranbringen, etwa die flächendeckende tarifliche Bezahlung, die betriebliche Gesundheitsförderung, einen Ausbau der Digitalisierung in der Pflege und die Fachkräftegewinnung aus dem Ausland.

Ich bin sicher, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Evangelischen Diakonievereins alle Veränderungen mit großer Erfahrung begleiten und noch vielen Menschen zur Seite stehen werden, und wünsche eine gute Zukunft!

Jens Spahn,
Bundesminister für Gesundheit


Foto: © BMG


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