Jetzt kann man ein bisschen Geschichte auf dem Rücken tragen

Oberin Ursula von Dewitz, VAUDE und der Jubiläumsrucksack

Was hat ein Rucksack mit unserem 125jährigen Jubiläum zu tun? Es ist die Geschichte des Vereins, die uns zu einem Jubiläums-Rucksack inspiriert hat. Denn die Firma, die den Rucksack mit unserem Vereins-Logo für uns exklusiv produziert, gehört der Familie von Dewitz. Wer sich mit der Geschichte des Evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf beschäftigt, wird bei diesem Namen schnell an eine frühere Vorstandsoberin denken: Ursula von Dewitz (1918-1991). 1956 wurde Ursula von Dewitz in den Vorstand des Diakonievereins gewählt und hatte das Amt der Vorstandsoberin 27 Jahre lang inne, bis zu ihrer Pensionierung 1983. Sie war die Großtante von Antje von Dewitz, der heutigen Geschäftsführerin von VAUDE, einem – wie das Familienunternehmen sich selbst nennt – „nachhaltig innovativen Outdoor-Ausrüster“ im baden-württembergischen Tettnang.

VAUDE unter der Leitung der mehrfach für ihr nachhaltiges, soziales und ökologisches Unternehmertum ausgezeichneten, vierfachen Mutter Antje von Dewitz, vertritt Werte, die durchaus mit der Führung unseres Vereins verglichen werden könnten. Sie machte VAUDE zum ersten Unternehmen der Outdoor-Branche, das sich der Gemeinwohl-Ökonomie verpflichtet hat. Mit der Gemeinwohl-Bilanz wird unternehmerischer Erfolg nicht an Finanzgewinn gemessen, sondern an seinem Beitrag zum Gemeinwohl. Dazu gehören Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, Solidarität, demokratische Mitbestimmung, aber auch ökologische Nachhaltigkeit und Transparenz.

Die Firma, in der 43 Prozent Frauen tätig sind, und die ein eigenes Kinderhaus betreibt, damit durch Kinderbetreuung die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützt wird, setzt sich für gute und faire Arbeitsbedingungen ein, sowohl am Standort Deutschland als auch in der Produktion weltweit. Am Firmensitz in Oberschwaben wird klimaneutral produziert. Bereits 2015 wurde VAUDE als „Deutschlands nachhaltigste Marke“ ausgezeichnet.

In einer Zeit, als Nachhaltigkeit und Ökologie noch keine Schlagworte waren, war Ursula von Dewitz wie jede Oberin des Evangelischen Diakonievereins dem Dienstverständnis des Vereins verpflichtet, das sie als Christin in die Gemeinschaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellte. Neben der Verkündigung von Gottes Wort und dem Dienst der Seelsorge fühlt sich der Diakonieverein für eine Arbeitsatmosphäre verantwortlich, die von Achtung, Rücksicht, Geduld und Wertschätzung geprägt ist. Führen sah Oberin von Dewitz daher auch als verantwortungsvolle Aufgabe an. Zudem war es ihr wichtig, Arbeitszeit und Arbeitskraft sinnvoll und verantwortungsbewusst einzusetzen, die Bedürfnisse und Belastungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ernst zu nehmen, in Konfliktsituationen Hilfe von vermittelnden Personen anzunehmen sowie für einen bedarfsgerechten Einsatz der Arbeitsmittel zu sorgen und schon damals ökologische Gesichtspunkte und deren Folgewirkungen zu berücksichtigen.

Wer war Ursula von Dewitz? Sie stammt aus einem norddeutschen Adelsgeschlecht und besuchte nach ihrer Ausbildung in der Kinderkrankenpflege ab 1939 in Magdeburg und Dresden und der Krankenpflegeausbildung in Hirschberg (Schlesien) in den 1950er Jahren die Schwesternhochschule. Sie war vor ihrer Zeit als Vorstandsoberin stellvertretende Oberin in Alexandrien (Ägypten) sowie in Wuppertal und engagierte sich in vielen Gremien, wie etwa der Deutschen Krankenhausgesellschaft, dem Evangelischen Krankenhausverband, der Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen in Deutschland e.V. sowie der Berliner Missionsgesellschaft.

Es sind noch einige Exemplare des grauen Jubiläumsrucksacks von VAUDE zum Jubiläumspreis von 25 Euro im Heimathaus erhältlich (Versand gegen Rechnung mit Porto möglich). Er wurde in einer limitierten Sonderauflage von 500 Stück mit dem Logo des Evangelischen Diakonievereins produziert. Der sportive Stadtrucksack Tecolog III 14 mit Hüftgurt, gepolstertem Rücken und Laptoptasche ist aus umweltfreundlichen, nachhaltigen Materialen ganz ohne Fluorcarbone (PFC) wasserabweisend gefertigt.


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Mo 4. März 2019
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