Mo 23. September 2013
„Wir alle wissen, dass der Pflegeberuf ein anspruchsvoller und vor allem anerkennenswerter Beruf ist, noch dazu mit einer hohen gesellschaftlichen Bedeutung. Gute und menschenwürdige Pflege bedeutet nicht satt, sauber, trocken. Sie bedeutet ganzheitliches und professionelles Handeln, Menschenwürde, Zuwendung, Aufmerksamkeit und Begleitung“, so Renate Gamp, Vorsitzende des Deutschen Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege e. V. (DEVAP).
Bei der Podiumsdiskussion am 11. September stellten sich BundestagskandidatInnen aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf den Forderungen der Pflege, vertreten durch den Deutschen Pflegerat e. V. (DPR), den DEVAP und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Schwesternverbände und Pflegeorganisationen in Deutschland e.V. (ADS). Zu Wort kamen aber auch Expertinnen und Experten aus dem Publikum, die die Gelegenheit nutzten, um ihr Anliegen gegenüber den Politikern zu äußern.
Die Liste der Forderungen an die Politik zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege sowie dem Stellenwert der Pflege ist lang. Die Reform der Pflegeausbildung, Sicherstellung einer auskömmlichen Ausbildungsfinanzierung oder die Umsetzung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs sind nur einige der zentralen Forderungen von Seiten der Pflege.
Etwa 60 Personen sind der Einladung des Evangelischen Diakonievereins gefolgt. Im Publikum traf nicht nur Politik auf Pflege, sondern auch Jung auf Alt. Mitarbeitende von ambulanten Pflegediensten und verschiedenen stationären Gesundheitseinrichtungen, aber auch pflegebedürftige Menschen und pflegende Angehörige nutzten die Gelegenheit, um ihre Meinung zur aktuellen Pflegesituation zu äußern. Moderiert wurde die Diskussion von Diakonieschwester Heike Lohmann, stellvertretende Vorsitzende der ADS.
Mit der Veranstaltung unterstützte der Evangelische Diakonieverein die bundesweiten Kampagnen An die Pflege denken! und Ich will Pflege!
Weitere Aussagen von Seiten der Pflege:
„Politik, Gesellschaft und Institutionen sind gemeinschaftlich gefordert, die Pflege als gleichberechtigten Partner im Versorgungsprozess anzuerkennen und entsprechende Strukturen zu unterstützen. Wir brauchen eine ehrliche und klare Diskussion darüber, wie viel Pflege wir uns leisten wollen“, so Andrea Lemke, Vizepräsidentin des DPR und Pflegedirektorin im Ev. Waldkrankenhaus Spandau.
„Eine umfassende Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Pflege sowohl für Pflegende als auch für Pflegebedürftige ist in allen Bereichen und speziell in der ambulanten und stationären Altenpflege dringend erforderlich“, so Ulrike Döring, Vorsitzende des Ev. Fach- und Berufsverbands für Pflege und Gesundheit e.V., Vorstandsvorsitzende ADS, Ratsmitglied im DPR und Vorstandsmitglied des DEVAP.
Jetzt die Chance auf eine echte Pflegereform nicht verpassen. Weiterlesen…
Anlässlich des Internationalen Frauentages macht die Diakonie Deutschland auf… Weiterlesen…
In wenigen Wochen stehen wir als Gesellschaft vor einer richtungsweisenden Entscheidung:… Weiterlesen…